Namada Dams, Computeranlage und Umzug

Damit dieser Bericht nicht schon wieder so lange wird, sollte ich wohl ihn schon jetzt schreiben….

Eine Woche nach meinen Trip nach Kerala ging es schon wieder auf reisen. Diesmal zwar nur zu den 90km Entfernten Namada Dams. Doch aus dies dauerte für den Hinweg 2 1/2 h mit dem privaten Auto. Zurück schafften wir das ganze aber in sensationellen 1 1/2 h. Der Unterschied lässt sich ganz einfach erklären. Obschon wir einen einheimischen Fahrer hatten, fanden wir diese Dämme nicht auf Anhieb. Wir waren somit gezwungen Passanten nach dem Weg zu fragen. Baroda ist ja schon nicht touristisch und wir sind ja schon fast gewöhnt, dauernd angesprochen zu werden. Stellt euch aber mal den Aufruhr in einen Dorf ausserhalb Baroda vor, wenn da ein Auto mit 7 weissen Insassen nach dem Weg fragt. Diese Leute haben vermutlich seit Jahren keinen Nichtinder mehr gesehen.

Die Dämme sind aus Schweizer Sicht nichts besonderes. Es ist in etwa so wie unsere Stauseen. Es war dennoch schön wieder mal so etwas zu sehen. In Baroda ist die Farbe Grün ja nicht sehr verbreitet.
Bemerkenswert war auch den Sicherheitscheck den wir zuerst passieren mussten. Um diesen Dam besichtigen zu können, muss man zuerst einen Passierschein kriegen. Man kriegt diesen zwar ohne Gebühren und Probleme, aber nicht direkt am Checkpoint. Diesen Schein kriegt man in einem Büro einige Kilometer vom Checkpoint entfernt. Dies ist halt ein weiteres Kapitel aus: „Bürokratie in Indien“.

Ich durfte feststellen, dass meine Firma Computertechnisch für indische Verhältnisse sehr gut ausgerüstet ist. Sie haben ja auch letzte Woche alle Röhrenmonitore durch Flachbildschirme ausgetauscht. Der Grund dafür ist recht simpel. Hier in Indien ist Stromausfall sehr häufig. Die Firma hat zwar riesige Batterien welche rund 1h Stromunterbruch Überbrücken können. Durch den Ersatz der Röhrenmonitore konnte jetzt diese Zeit vergrössert werden. Dies ist auch dringend nötig. Wir hatten auch schon Stromunterbrüche die den ganzen Nachmittag dauerten.
Bei der Arbeitsstelle einer anderen Trainee, sieht es dagegen ganz anders aus. Sie ist glücklich, dass sie bereits einen Farbmonitor haben. Das der PC ein CD-ROM hat ist überhaupt nicht selbstverständlich. Batterien die Stromunterbrüche überbrücken können sind nicht vorhanden. Letzte Woche war zudem ein Drucker ausgestiegen. Da wir ja in einem Land sind, wo alles repariert wird, wurde auch der wieder so gut es geht repariert. Ich hätte ja noch irgendwie Verständnis zu diesem vorgehen, wenn es sich dabei nicht um einen Uralten Nadeldrucker ginge, der den Geist aufgab. Sie hat mir erklärt wie man diesen jetzt bedienen muss um 1 Seite ausdrucken zu können. Kurz gesagt, man muss ihn mehrmals im richtigen Moment ein- und ausschalten ehe man den Druckjob in Auftrag geben kann. Wenn man 2 Seiten ausdrucken will, beginnt man dann mit dem Prozedere wieder von vorne… Die Firma handelt übrigens mit Chemikalien und agiert auf dem internationalen Markt.

Seit vorgestern Morgen bin ich nicht mehr ein Bewohner von der WG namens Galaxie. Ich und Ida beschlossen heute Morgen nach Nizampura umzuziehen. Dies machten wir ohne Rücksprache mit AIESEC. Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass dies ein sehr guter Schritt war. Sie haben nämlich bereits beschlossen, dass Galaxie geschlossen wird. Es wäre ja noch schön, wenn man die Bewohner von Anfang an informieren würde. Das ist hier bei AIESEC leider ein generelles Problem. Die Kommunikation ist nicht gerade ihre Starke….

Cu
Reto

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