Monsun, Bürokratie, Job

Hallo zusammen

Es grenzte schlussendlich fast an ein Wunder, aber am letzten Donnerstag nahm ich tatsächlich meine Arbeit hier in Indien auf. Die Firma bei der ich arbeite macht insgesamt einen sehr professionellen Eindruck. Ihre Infrastruktur und die Tools die sie verwenden sind recht modern. Ich selber arbeite z.B. auf einem Pentium 3 mit 512MB Ram. Am meisten Freude habe ich aber an den beiden Office-Boys. Ihre Aufgabe besteht einzig und alleine darin, auf Kosten der Firma den anderen Mitarbeiter Tee, Kaffee, Wasser, Gebäck, Kekse etc. zu bringen. So etwas sollte man doch auch in der Schweiz einführen….
Meine Aufgabe in der Firma besteht darin, mit WinRunner Tests für ein anderes Programm zu schreiben. Oder anders gesagt: Ich schreibe ein Programm, welches ein anderes auf seine Richtigkeit hin testet.

Letzten Freitag reichte ich zudem mein Registrationsgesuch hier in Indien ein. Und da bekam ich wieder einmal eine Lektion in indische Bürokratie. Ich gab ihnen insgesamt 12 Blätter ab. Das ganze wäre ja nur halb so unbegreiflich, wenn dies 12 verschiedene Blätter waren. 5 waren komplett identisch und auf den restlichen 7 stand auch nicht viel anderes. Aber auch das würde ja noch gehen, wenn der grösste Teil dieser Blätter kopiert werden durfte. Nein alle Blätter mussten original sein und die meisten davon handschriftlich! –> Ich füllte rund 2h Formulare aus.

Monsun
Wie ich schon im letzten Report schrieb, setzte hier der Monsun ein. Der Regen setzt dabei innert kürzester Zeit diverse Landstriche unter Wasser. Als ich letzte Woche z.B. nach Hause laufen wollte, war einfach die ganze Strasse überflutet. Da hiess es nur noch ein. Kurze Hosen montieren, Socken abziehen und halt quer durchs (dreckige) Wasser. Zum Glück habe ich keine offenen Wunden….
Ich vernahm aber auch, dass es eigentlich noch viel mehr regnen sollte. Bis jetzt regnet es kaum jeden Tag. Früher oder später sollte es dann eigentlich jeden Tag regnen.

Zu guter Letzt noch eine Geschichte zum Thema: Die Welt ist so klein
Als ich am letzten Samstag von der Arbeit heimkam schlief jemand den ich bisher hier noch nicht gesehen habe in unserer Wohnung. Es war Hogne aus Norwegen welcher mein Lehrer beim Vorbereitungsseminar zu diesem Praktikum war (er studierte in Lausanne). Er macht auch ein Praktikum in Mumbai und kam halt uns am Wochenende besuchen. Beide wussten nicht, dass jeweils der andere auch in Indien ist!

So das wärs wieder einmal….

Liebe Grüsse
Reto

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